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Kantersieg
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Germany 8-0 Saudi Arabia: Klose's Head and a Goalkeeper's Tears

The 2002 WM opened with a mismatch that became the defining image of group-stage inequality in the modern tournament era. Germany 8, Saudi Arabia 0. Sapp

Veröffentlicht: June 6, 2026

Germany 8-0 Saudi Arabia: Klose's Head and a Goalkeeper's Tears
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# Deutschland 8-0 Saudi-Arabien: Kloses Kopf und die Tränen eines Torwarts

1. Juni 2002. Sapporo, Japan. WM-Vorrunde. Deutschland gegen Saudi-Arabien. Vor diesem Spiel schenkte niemand Deutschland besondere Beachtung – sie hatten sich in der Qualifikation schwergetan, waren von England mit 5:1 gedemütigt worden und galten als „eine der schwächsten deutschen Mannschaften aller Zeiten". Und Saudi-Arabien? Sie hatten 1994 bei ihrer ersten WM-Teilnahme das Achtelfinale erreicht, waren auch 1998 dabei gewesen – erfahren und routiniert. Niemand ahnte, was kommen würde.

Miroslav Klose – ein deutscher Stürmer, an den du dich vielleicht erinnerst, weil wir in der Record-Serie zweitausend Wörter über seinen Vorwärtssalto verloren haben – tat in diesem Spiel das Klose-typischste, was die WM-Geschichte je gesehen hat: drei Tore, allesamt per Kopf. Ein Hattrick. Ausschließlich mit dem Kopf. Sein erstes WM-Tor: Kopfball. Das zweite: Kopfball. Das dritte: Kopfball. Deutschland erzielte insgesamt acht Tore – Klose drei, Ballack eines, Jancker eines, Linke eines, Bierhoff eines, Schneider eines. Saudi-Arabiens Torwart Mohammed Al-Deayea holte den Ball achtmal aus dem Netz. Er war einer der größten Torhüter der asiatischen Fußballgeschichte – über 170 Einsätze für Saudi-Arabien, Asienmeister – aber an jenem Nachmittag in Sapporo wirkte er wie ein Seemann, der in einem Sturm gefangen war.

Al-Deayea weinte nach dem Spiel nicht. Er wurde im Mixed Zone von Reportern umringt und beantwortete jede Frage mit ruhiger Stimme. Ein deutscher Journalist fragte ihn: „Was war für dich in diesem Spiel am schwersten?" Er überlegte kurz und sagte: „Nicht die Paraden. Paraden sind mein Job. Das Schwerste war – jedes Mal, wenn ich den Ball aus dem Netz holte, musste ich meinen Teamkollegen in die Augen sehen. Sie warteten darauf, dass ich etwas sagte. Aber ich konnte nichts sagen."

Dieses 8:0 war nicht nur Deutschlands WM-Statement – es war auch der Beginn der Klose-Legende. Von jenem Nachmittag in Sapporo an häufte Klose in den folgenden zwölf Jahren mit dem Kopf, mit dem Fuß und mit seinem unbeholfenen Vorwärtssalto sechzehn WM-Tore an und wurde zum Rekordtorschützen der Geschichte. Und das alles begann im Netz von Saudi-Arabien.

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