WorldCupView
Team
Team

Iran: Die Reise nach 2026

Iran arrives at its fourth WM in five cycles carrying Asia's most battle-hardened squad and a tactical identity forged by Carlos Queiroz's defensive mast

Veröffentlicht: June 5, 2026

Iran: Die Reise nach 2026
🔈Listen

Iranische Nationalmannschaft: Die Löwen des alten Persien

Die iranische Fußballnationalmannschaft, liebevoll "Team Melli" (Nationalmannschaft) genannt, blickt auf eine der längsten und beständigsten WM-Traditionen Asiens zurück. Seit dem Debüt 1978 hat die große Nation des Nahen Ostens trotz politischer Gegenwinde und internationaler Isolation einen unbeugsamen Fußballgeist entwickelt. Die WM 2026 soll die Bühne für den ersten Einzug in die K.o.-Runde werden.

HISTORISCHE GRUNDLAGEN

Der iranische Fußballverband wurde 1920 gegründet. Das WM-Debüt 1978 in Argentinien brachte ein Unentschieden gegen Schottland und den ersten WM-Punkt.

Die Revolution von 1979 warf einen langen Schatten. Internationale Sanktionen und die jahrzehntelange Sperre für Frauen in Stadien erschwerten die Entwicklung. Dennoch kehrte der Iran 1998 zurück und besiegte die USA im "Duell des Jahrhunderts" mit 2:1 — der erste WM-Sieg. Es folgten Teilnahmen 2006, 2014, 2018 und 2022. Bei der WM 2018 trotzte man Spanien (0:1) und Portugal (1:1) und erntete weltweit Respekt.

LEGENDEN PERSIENS

Ali Daei war der größte Pionier des iranischen Fußballs. Bei Bayern München und Hertha BSC spielend, hielt er mit 109 Länderspieltoren lange den offiziellen FIFA-Weltrekord. Mehdi Mahdavikia wurde 2003 als erster Asiate Bundesliga-Spieler des Jahres. Ali Karimi, "der asiatische Magier", spielte ebenfalls beim FC Bayern. Javad Nekounam war als Kapitän das kämpferische Herz des Teams.

DIE MODERNE ÄRA

Mehdi Taremi (FC Porto) ist Stammgast in der Champions League und einer der komplettesten Stürmer Europas. Sardar Azmoun, "der iranische Messi", bringt Genialität in den Sturm. Alireza Jahanbakhsh glänzt bei Feyenoord.

FUSSBALL UND KULTUR

Im Iran ist Fußball eine der kraftvollsten erlaubten Leidenschaften des Alltags. Das Teheran-Derby zwischen Persepolis und Esteghlal füllt das Azadi-Stadion mit 100.000 Zuschauern. Der jahrzehntelange Kampf um den Stadionzugang für Frauen zeigt, dass Fußball mehr ist als Sport — er ist Katalysator des sozialen Wandels.

DER WEG NACH VORN

Bei sechs Teilnahmen scheiterte der Iran stets in der Gruppenphase. Mit Taremi und Azmoun soll diese historische Barriere endlich fallen. Die erweiterten asiatischen Startplätze (8,5) helfen.

💬 Kommentare (0)