Der Mann, der sechzehn Mal traf und niemals lächelte
Miroslav Klose scored sixteen WM goals across four tournaments — 2002, 2006, 2010, 2014. More than Ronaldo Nazario, whose fifteen goals had been the reco
Veröffentlicht: June 6, 2026

# Der Mann, der sechzehnmal traf und nie lächelte
Miroslav Klose. Wenn Sie nicht Deutscher sind, erinnern Sie sich vielleicht nicht an sein Gesicht. Durchschnittlich. Er dribbelte nicht wie Ronaldo. Sprintete nicht wie Mbappe. Posierte nicht wie Cristiano. Er traf einfach.
Sechzehn Weltmeisterschaftstore. Mehr als jeder andere. Mehr als Ronaldo (15). Mehr als Gerd Müller (14). Mehr als Messi (13). Mehr als Pelé (12).
Ich sah mir alle sechzehn eines Nachts auf YouTube an. Nach jedem Tor machte Klose dasselbe: einen Vorwärtssalto. Einfach. Mechanisch. Fast unbeholfen. Nicht choreografiert. Einfach ein Mann, der traf, zur Ecke rannte und sich vorwärts überschlug wie ein Turner, der den Rest der Routine vergessen hatte.
Der Salto begann, als er ein Kind war. Sein Vater war Profi in Polen. Seine Mutter spielte Handball. Der junge Miroslav brachte sich den Salto im Hinterhof selbst bei. Sein erstes Tor als Kind – er machte einen Salto. Dann jedes Tor. Derselbe Salto. Zwanzig Jahre.
2002. Japan. Kloses erste WM. Fünf Tore. Alles Kopfballtore. Ein deutscher Journalist schrieb: „Er kann nur mit dem Kopf treffen.“ Klose las es. 2006, in Deutschland, traf er mit beiden Füßen. 2010, vier weitere. 2014, mit 36 Jahren, kam er von der Bank im Halbfinale gegen Brasilien – das 7:1 – und erzielte das rekordbrechende 16. Tor. Er feierte kaum. Die Arme leicht erhoben. Entschuldigend. Dann, leise, der Salto. Zum letzten Mal.
Klose trat 2016 zurück. Wurde Trainer. 2023, gefragt nach dem Rekord: „Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden. Eines Tages wird jemand siebzehn erzielen. Ich hoffe, ich bin im Stadion.“ Eine Pause. „Aber ich werde den Salto nicht machen.“

