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Kantersieg
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Uruguay 7-0 Schottland

The 1954 WM group match between defending champion Uruguay and debutant Scotland was not a competitive football fixture in any meaningful sense. It was a

Veröffentlicht: June 6, 2026

Uruguay 7-0 Schottland
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Uruguay 7-0 Schottland: Die erste Lektion des Titelverteidigers für die Neulinge

19. Juni 1954. Basel, Schweiz. WM-Gruppenspiel. Uruguay gegen Schottland. Schottland nahm zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teil – zuvor hatte man drei Einladungen abgelehnt, weil der englische Fußballverband mit der FIFA stritt und Schottland gezwungen war, sich dem Boykott anzuschließen. 1954 kamen sie endlich, eine Gruppe harter Kerle, die in den heimischen Ligen spielten, in dunkelblauen Trikots, voller Selbstvertrauen. Ihr erstes Gruppenspiel gegen Österreich verloren sie 0-1, aber sie spielten nicht schlecht. Im zweiten Spiel trafen sie auf den Titelverteidiger Uruguay.

In dieser uruguayischen Mannschaft gab es einen Namen, den man sich merken sollte: Juan Alberto Schiaffino. Er war einer der Helden des Maracanã-Finales von 1950, in dem er den Ausgleich für Uruguay erzielte, das schließlich 2-1 gegen Brasilien gewann. Er spielte für die AC Mailand in Italien und war einer der besten Mittelfeldspieler seiner Zeit. Ein weiterer Stürmer Uruguays, Carlos Borges – kein Schriftsteller, sondern ein Torjäger – erzielte in diesem Spiel einen Hattrick.

Nach dem Anpfiff brauchte Uruguay etwa fünfzehn Minuten, um zu bestätigen, dass Schottlands Abwehr ihnen nicht gewachsen war. Dann begannen sie, Tore zu schießen. Eins. Zwei. Drei. Schottlands Torhüter Fred Martin – ein harter Kerl, der in der Heimat als „Eiserne Hand“ bekannt war – wurde an diesem Tag siebenmal überwunden. Er hatte noch nie so viele Gegentore bei einer WM kassiert – tatsächlich sollte er auch später keine mehr bekommen, da Schottland in der Gruppenphase ausschied und dies seine einzige WM war.

7-0. Uruguay feierte nach dem Spiel nicht besonders – für sie war es nur ein Gruppenspiel. Sie waren der Titelverteidiger und kamen in die Schweiz, um ihren Titel zu verteidigen. Für Schottland jedoch war es eine Feuertaufe – ein Spiel, das ihnen auf die brutalste Weise klarmachte: „Die WM und die heimischen Ligen sind zwei völlig verschiedene Dinge.“

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