Portugal 7-0 North Korea: The Massacre on National Television
The 2010 WM group match between Portugal and North Korea carried political dimensions that overwhelmed the football. The scoreline — Portugal 7, North Ko
Veröffentlicht: June 6, 2026

# Portugal 7-0 Nordkorea: Das Massaker live im nationalen Fernsehen
21. Juni 2010. Kapstadt, Südafrika. WM-Gruppenspiel. Portugal gegen Nordkorea. Dieses Spiel ist in der WM-Geschichte nicht nur wegen des Ergebnisses so berühmt. Sondern weil Nordkorea die mutigste – und katastrophalste – Entscheidung der WM-Geschichte traf: eine landesweite Live-Übertragung.
Nordkorea hatte die Welt im ersten WM-Gruppenspiel gegen Brasilien verblüfft. Sie verloren nur 1:2 – kämpften bis zur letzten Sekunde und erzielten in der Schlussphase sogar ein Tor. Dieses Tor versetzte die nordkoreanischen Staatsmedien in Ekstase, und die Führung genehmigte eine Live-Übertragung des zweiten Spiels. Es war eine seltene Gelegenheit für die nordkoreanische Bevölkerung, ihre Nationalmannschaft auf der Weltbühne im Fernsehen zu sehen. Ganz Pjöngjang – zumindest die Haushalte mit Fernsehern – saß vor den Bildschirmen und wartete darauf, dass ihre Helden erneut ein Wunder vollbringen.
Dann traf Portugal. Raul Meireles. 1:0. Simão. 2:0. Hugo Almeida. 3:0. Tiago – das erste Tor. 4:0. Liedson. 5:0. Tiago – das zweite Tor. 6:0. Cristiano Ronaldo. 7:0. Dieses Tor hatte eine seltsame Komik – der Ball prallte von Ronaldos Rücken ab und sprang ins Netz. Er hatte nicht einmal bewusst aufs Tor geschossen. Der Ball fand ihn einfach und hüpfte von seinem Rücken ins Tor. Er lächelte – dieses Lächeln, das sagt: „Ich weiß nicht, wie ich feiern soll, weil das nicht mal ein richtiges Tor war."
Nordkoreas Torhüter Ri Myong-guk holte den Ball sieben Mal aus dem Netz. Live im ganzen Land. In Pjöngjang soll die Übertragung nach dem fünften Tor abgebrochen worden sein. Niemand erfuhr, was danach geschah – der Bildschirm blieb einfach schwarz. Aber diejenigen, die die ersten fünf Tore noch sahen, erlebten mit, wie ihre Helden von einer zweitklassigen europäischen Mannschaft in Stücke gerissen wurden. Nach diesem Spiel gab es in Nordkorea nie wieder eine landesweite Live-Übertragung eines WM-Spiels.

